Biohacking – Wissenswertes

Die vier Dimensionen deiner Gesundheit

Körperliche Fitness

Dein Körper – die physische Grundlage für Energie und Vitalität

Körperliche Fitness

Dein Geist – Klarheit, Fokus und geistige Stärke

Emotionale Fitness

Deine Gefühle – emotionale Balance und Resilienz

Spirituelle Fitness

Deine Seele – innerer Frieden

Körper, Geist, Gefühle und Seele in Einklang bringen …?

Leichter gesagt als getan! Genau an dieser Stelle möchte ich eine dir eine Hilfe sein und Orientierung und Unterstützung anbieten.

Alles im Leben hängt miteinander zusammen und ist untrennbar verbunden. So bedingen sich auch die vier Bereiche der ganzheitlichen Gesundheit gegenseitig. Nur wenn wir auf alle Ebenen achten und uns derer bewusst sind, können wir ganzheitlich gesund sein.

Die meisten von uns tun sich in der Hektik des Alltags schwer, die von uns allen ersehnte „innere Balance” zu finden. Gibt es sie überhaupt? (Ich behaupte ja ;-)) Sicher ist jedoch: Es ist schwer, sie nicht zu verlieren.

Biohacking, so wie ich es verstehe (und gelernt habe: Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Dr. Jan Seevogel!), kann einen großen Beitrag leisten, dich gut zu fühlen und die beste Version deiner selbst zu leben – ein großer Schritt zu innerer Balance. Dabei gilt selbstverständlich das Individualitätsprinzip. Jede:r ist anders und jede:r hat andere Bedürfnisse und Voraussetzungen.

Dennoch gibt es allgemeingültige und grundlegende Faktoren, die wir aus Erfahrung und Wissen für unser Wohlbefinden nutzen.

Das Konzept der „Big Five“ und „Little Three“ in der modernen Gesundheitsprävention …

…stammt direkt aus der medizinischen Praxis der Berliner Ärztin Dr. med. Helena Orfanos-Boeckel, (Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie/Nierenheilkunde).

Sie hat diesen Ansatz als Stoffwechsel- und Labor-Kompass entwickelt und ihn über ihre populären Fachbücher im TRIAS-Verlag (Thieme Gruppe) – insbesondere in Nährstoff-Therapie – Der Praxisleitfaden und ihrem neueren Werk Nährstoff- und Hormontherapie. Der Präventions-Leitfaden – bekannt gemacht.

Die Entstehungsgeschichte und die medizinische Logik dahinter basieren auf einer ganz konkreten Beobachtung in ihrem Praxisalltag.

1. Der Ursprung:
Das „Mir fehlt doch eigentlich nichts“-Phänomen

Vor rund 15 Jahren bemerkte Dr. Orfanos-Boeckel einen Trend in ihrer Privatpraxis: Immer mehr Patienten – oft Frauen und Männer in den 40ern und 50ern – kamen zu ihr, weil sie sich chronisch erschöpft, mental blockiert oder einfach nicht mehr voll leistungsfähig fühlten.

Das Paradoxe: Viele von ihnen lebten bereits extrem gesund. Sie machten Sport, ernährten sich „clean“, meditierten und machten Detox-Kuren. In der klassischen Schulmedizin galten sie als „gesund“, weil die Standard-Laborwerte keine akute Krankheit anzeigten. Dennoch lief ihr Stoffwechsel spürbar auf Sparflamme.

2. Das Problem der Schulmedizinischen Grenzwerte

Als Internistin erkannte sie, dass die Schulmedizin meist erst dann interveniert, wenn ein Wert so stark abweicht, dass bereits ein echter Organschaden oder eine handfeste Krankheit vorliegt.

Biohacking setzt früher an → „Präventiv statt Kurativ.“

Für echtes Biohacking und Prävention (also die Vermeidung von altersbedingten Schäden wie Arteriosklerose oder Osteoporose) reicht es aber nicht, „nicht krank“ zu sein. Man braucht das persönliche Stoffwechsel-Optimum.

Messen – wissen – machen – messen

1. Das Prinzip: Weg von der „Gießkanne“,
hin zum Messen

  • Kritik an klassischer Nahrungsergänzung: Das wahllose Einnehmen von Multivitaminpräparaten („Gießkannenprinzip“) bringt oft nichts oder kann im schlimmsten Fall sogar ungesund sein
  • Die orthomolekulare Logik: Nährstofftherapie ist keine Esoterik, sondern Naturwissenschaft. Jeder Mensch hat aufgrund von Genetik, Stress, Sport und Alter einen völlig individuellen Bedarf. Um diesen zu decken, muss man ihn zuerst exakt im Blut bestimmen.

2. Der Unterschied: Mindestbedarf vs. optimaler Therapie-Wert

  • Die Falle der Standard-Laborwerte: Dr. Orfanos-Boeckel erklärt, dass die gängigen Referenzwerte vieler Labore häufig nur den Bedarf abdecken, der notwendig ist, um Mangelkrankheiten wie Skorbut oder Rachitis zu vermeiden. Sie sagen daher nicht zwangsläufig etwas über eine optimale Versorgung aus.
  • Der Präventions- und Optimierungsansatz: Für echte Vitalität, Leistungsfähigkeit und gesundes Altern (Biohacking/Longevity) reichen diese Mindestwerte nicht aus. Die Nährstoffwerte im Blut müssen im oberen, optimalen Drittel der Skala liegen.

3. „Die müden Gesunden“ (Die Zielgruppe)

  • Ein zentrales Thema dieses Abschnitts sind Menschen, die laut klassischer Schulmedizin organisch „gesund“ sind (d. h. ihr Blutbild ist unauffällig), sich aber chronisch erschöpft, energielos oder gestresst fühlen.
  • Die Ursache liegt laut der Autorin auf zellulärer Ebene: Die Mitochondrien (die Kraftwerke der Zellen) laufen aufgrund von Mikronährstoffmängeln nur auf Sparflamme. Durch gezieltes Auffüllen kann das biochemische System wieder hochgefahren werden.

4. Die Kern-Regeln der Nährstofftherapie nach Dr. Orfanos-Boeckel

  • Erst messen, dann machen: Ohne eine fundierte Labordiagnostik (z. B. Vollblutanalyse bei Mineralstoffen) gibt es keine zielgerichtete Therapie.
  • Keine Angst vor hohen Dosierungen: Wenn ein echter, im Labor nachgewiesener Mangel vorliegt, reichen die klassischen Tagesempfehlungen (DGE-Richtwerte) nicht aus. Um Speicher aufzufüllen, braucht es therapeutische, oft um ein Vielfaches höhere Dosierungen, die jedoch bei richtiger Anwendung und regelmäßiger Laborkontrolle absolut sicher sind.
  • Kombination statt isolierter Stoffe: Nährstoffe arbeiten im Körper wie Zahnräder zusammen. Vitamin D3 benötigt beispielsweise Magnesium und Vitamin K2 als Partner, um richtig verwertet zu werden und keine Schäden anzurichten.

Die Darlegung des Konzepts der „Big Five“ und „Little Three“ dient ausschließlich der Informationsvermittlung und Aufklärung über allgemeine gesundheitliche Zusammenhänge im Sinne des Biohackings. Die Begrifflichkeiten und das System stammen aus der Arbeit von Dr. Helena Orfanos-Boeckel. Die hier dargestellten Inhalte stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Für die Erhebung und Interpretation von Laborwerten wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Arzt oder Laborarzt.

Erst messen – dann machen!
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